Tafel 5: Turnverein Ettlingen 1847 e.V. (von 1890 bis zum 2. Weltkrieg)

Turnerriege 1893 „Turnverein 1847 Ettlingen e.V.“; Sportgarten hinter Gasthaus „Hirsch“ (Quelle: „150 Ettlinger Sportverein 1847-1997“, Seite 23).

In den ersten Jahrzehnten des „Turnvereins 1847 Ettlingen e.V.“ wurden die sportlichen Betätigungen nur als „Männerangelegenheit“ betrachtet. Erst nach dem 1. Weltkrieg setzte es sich langsam durch, auch Frauen am Sportgeschehen teilhaben zu lassen.

Damenriege des „Turnvereins 1847 Ettlingen e.V.“ (Aufnahme 1929). In den 20er Jahren spielte sich in Sportvereinen der „Turnstreit“ ab, nämlich u.a. die Frage einer angemessenen Sportkleidung für sporttreibende Damen.
Festhalle der Stadt Ettlingen; die Turnhalle als weiteres Vereinsdomizil lag hinter der Bühne (Aufnahme: 1937).

Sportlich begann in den 20er Jahren die Zeit der Gau-, Landes- und Bundesturnfeste, häufig unter Beteiligung des „Turnvereins 1847 Ettlingen e.V.“.

Gauturnfest Ettlingen 1927 (Quelle: Stadtarchiv Ettlingen).

Entgegen vielen anderen Sportvereinen blieb dem „Turnverein 1847 Ettlingen e.V.“ in der Zeit zwischen 1933 und 1945 ein Verbot der Vereinstätigkeit und der Sportausübung erspart.

In der Führungsfrage des „Turnvereins 1847 Ettlingen e.V.“ waren die 20er Jahre durch mehrfach wechselnde Vorstände geprägt. Eine gewisse Kontinuität in der Vorstandsarbeit gab es erst ab 1929, als Hugo Vetter den Vereinsvorsitz übernahm. Er übte dieses Amt, mit Unterbrechungen bis 1945, dem Ende des 2. Weltkriegs aus.