Tafel 14: Verdiente Mitglieder im Kurzportrait (Teil 1)

Ernst Boedner

Die Karriere von Ernst Boedner („Barfußläufer“) begann in den 30er Jahren im „Berliner Sport-Club Komet“. 1936 wurde er im Marathonlauf auf 18. Platz der Weltrangliste geführt (2:41:03 Stunden) und gewann im gleichen Jahr den legendären „Harzer Brocken-lauf“.
Nach dem 2. Weltkrieg zog es Boedner nach Ettlingen und er schloss sich dem „Turnverein Ettlingen 1847 e.V.“ an. Sport-lich konzentrierte er sich auf die Mittelstrecken, zunächst als Läufer, später als Trainer für eine Reihe von Leichtathletik-Disziplinen. Er leitete die Abteilung „Leichtathletik“ mehrere Jahre und war stellvertretender Vereinsvorsitzender.

Siegfried Adler

International bekannt wurde der Radrennfahrer Siegfried Adler 1967 als Deutscher Meister in der Einer-Verfolgung, durch seinen Deutschen Stundenrekord 1968 im Radfahren über 46,847km und durch seine Erfolge bei vielen Sechs-Tage-Rennen in den 60er Jahren. Er nahm an fünf Bahnrad-Weltmeisterschaften teil und

war 1967 sechster der Welt-rangliste im Profi-Zeitfahren.
Adler lebt seit den 70er Jahren in der Region Karlsruhe, trainierte im „Ettlinger Sportverein 1847 e.V.“ die Radrennfahrer, leitete die Radsportabteilung, die heute allerdings keinen Bestand mehr hat. Aus seiner Trainertätigkeit erwuchs später die Triathlon-Abteilung.

Dieter Bär

Als Turner begann Dieter Bär seine Sortlaufbahn, als er 1952 mit 13 Jahren dem „Turn-verein Ettlingen 1847 e.V.“ beitrat. Untrennbar mit dem Sport in Ettlingen ist jedoch seine Arbeit als Gründer, Leiter und Trainer der Abteilung „Volleyball“ von 1970 – 1995 verbunden.

Drei Deutsche Meisterschaften der Jugend, Aufbau etlicher Nationalspielerinnen, viele Meisterschaften auf Regional- und Landesebene sowie der Aufstieg der 1. Damenmannschaft 1985 in die 1. Bundesliga trugen seine Handschrift.

Neben seine umfassenden Tätigkeit im Verein war Dieter Bär auch für den „Nordbadischen Volleyball – Verband“ im Lehrwesen und als Kadertrainer tätig und erfolgreich. Neben der Ernennung zum Ehrenmitglied des Verbandes verlieh man ihm 1995 die Landesehrennadel.

Willi Füger

In den 30er Jahren war Willi Füger ein Leistungsträger in der der Fußballmannschaft des „Fußballvereins Ettlingen 1896 e.V.“. Den Verein leitete er als Vorsitzender von 1959 bis 1984

und wurde mit Ausscheiden Ehrenvorsitzender.

Die Fusion des „Fußballvereins Ettlingen 1896 e.V.“ mit dem „Turnverein / DJK Ettlingen e.V.“ 1973 zur Optimierung sportlicher und organisatorischer Leistungen trug teilweise seine Handschrift. Es wird dem Verdienst von Füger zugeschrieben, dass das Ettlinger Albgaustadion 1961 eine Tribüne erhielt.

Otto Gattner

Der „Ettlinger Turnverein 1847 e.V.“ wurde von 1947 – 1963 von Otto Gattner als ersten Vorsitzenden geleitet. Es waren, auch aus sportlicher Sicht, die komplizierten Aufbaujahre nach dem zweiten Weltkrieg.
In die Amtszeit Gattners fielen die schwierigen Verhandlungen mit den Besatzungsmächten über die Durchführung normaler Sportausübung, die Gründung leistungsfähiger Sportabteilungen und die ersten Bauarbeiten im Baggerloch für vereinseigene Sportanlagen.