Tafel 6: Turnverein Ettlingen 1847 e.V. (Entwicklung nach 1945)

Hugo Vetter: Vorsitzender des „Turnvereins 1847 Ettlingen e.V.“ von 1929 – 1945, mit Unterbrechungen (Quelle: SSV-Archiv).

Der „Turnverein 1847 Ettlingen e.V.“ wurde im Jahr 1945 von damaligen Besatzungsmächten verboten. Hilfsweise gründete sich, mit Duldung der Besatzer, die „Ettlinger Sport-vereinigung“, um in der Stadt ein Mindestmaß an sportlicher Betätigung in Ettlingen zu gewährleisten.

Auch nach dem 2. Weltkrieg blieb der Turn-sport die prägende Sportart des Vereins. Ettlingen selbst war mehrfach Austragungsort von Gauturnfesten und ebenso nahmen Ettlinger Turnsportler an Gauturnfesten in der weiteren Umgebung teil.

Die Ettlinger Turnerriege auf dem Landesturnfest in Lörrach, Jahr unbekannt (Quelle: „Ettlinger Sportverein 1847-1997“, Seite 117).

Im Jahr 1950 nahm die Ettlinger Sportvereinigung eine Umbenennung Ihres Namens in „Turn- und Sportverein Ettlingen“ vor. Diese Namensgebung hatte allerdings nur zwei Jahre Gültigkeit.

1952 war das Jahr der erneuten Umbenennung; der Verein trug dann den Namen „Turnverein Ettlingen 1847 e.V.“.

Robert Kary hat das Turngeschehen des Vereins in der Zeit zwischen 1950 und 1980 als Turnwart und Kassierer deutlich mitgeprägt. Hier eine Aufnahme beim Landessportfest in Offenburg, Jahr unbekannt (Quelle: „125 Jahre Turnverein Ettlingen 1847 e.V.“, Seite 50).

Im Jahr 1970 endete nach 123 gesellschaftlich und sportlich erfolgreichen Jahren, verbunden mit mehreren Namensänderungen und politischen Turbulenzen, die Eigenständigkeit des „Turnvereins Ettlingen 1847 e.V“. Man entschied sich zu einer Fusion mit der „Deutschen Jugendkraft Schwarz-Weiß-Ettlingen 1920 e.V.“.
Der neugebildete Verein trug den Namen „Turnverein / DJK Ettlingen e.V.“.

Die Vorstandsschaft des „Turnvereins Ettlingen 1847 e.V.“ (Aufnahme aus dem Jahr 1957). Im Bild (stehend, 5. von links) Otto Gattner, der den Verein von 1947 – 1963 geleitet hatte (Quelle: „Ettlinger Sportverein 1847-1997“, Seite 29).