Tafel 22: Arbeitersportverein Ettlingen 1905 e.V. (Neubeginn 1952)

1933 wurden die „Freie Turnerschaft Ettlingen“ und der „Arbeitersportverein Vorwärts“ verboten. Der Neuanfang begann am 23. Mai 1952; aus beiden Vereinen gründete sich der „Arbeitersportverein Ettlingen 1905 e.V.“.

Der Neuanfang war in mehrfacher Hinsicht mit Schwierigkeiten verbunden. Aus beiden Ursprungsvereinen, 1933 verboten, gab es nur wenige Mitglieder, die bereit waren, mit ihren Erfahrungen den Neuanfang zu wagen. Ferner fehlte es an einem Vereinsgelände, so dass man im Fußball gehalten war, in den ersten Jahren auf auswärtige Plätze auszuweichen. Das erste Trainingsfeld nach dem Neuaufbau war der sog. „kleine Exer“, ein Bolzplatz hinter dem heutigen Stadtbahnhof.

Im Verlauf von nahezu fünf Jahrzehnten, bis zur Verschmelzung mit dem „Ettlinger Sport-verein 1847 e.V.“, wurden beim „Arbeitersportverein Ettlingen 1905 e.V.“ folgende Sportarten ausgeübt:

  • Fußball (Herren, vorübergehend Damen);
  • Volleyball;
  • Schwimmen (teilweise);
  • Schwerathletik (teilweise);
  • Frauengymnastik, Turnen und Jugendturnen.
Das Ettlinger Gasthaus „Fortuna“ diente dem „Arbeitersportverein Ettlingen 1905 e.V.“ (ASV) in den ersten Jahren nach der Gründung als Domizil und Vereinsheim (Quelle: „100 Jahre ASV“, Seite 35).

Im Ettlinger Baggerloch wurde Mitte der 50er Jahre ein Standort für den „Arbeitersportverein Ettlingen 1905 e.V.“ gefunden. Dieser Standort bot ausreichen Platz für Sportanlagen, das Vereinsheim, Gerätegebäude und Parkplätze.
 

Die Errichtung eines Vereinsheimes (überwiegend in Eigenhilfe) war Ende der 50er Jahre, neben dem Aufbau leistungsfähiger Sportabteilungen, eine der vorrangigen Aufgaben (Quelle 1959: „100 Jahre ASV“, Seite 39).
Bausteinspende zur Teilfinanzierung des Vereinsheimes.

1966 gab es im Verein eine erhebliche Führungskrise; zwei Vorstandsmitglieder und ein Ehrenvorsitzender waren schwer erkrankt oder verstorben. In der heiklen Situation gab es die Bereitschaft von Engelbert Mai, als Neuling der Führungsriege Verantwortung zu zeigen und den Vorsitz zu übernehmen. Engelbert Mai führte den Verein nahezu zwei Jahrzehnte (siehe auch Portrait von Engelbert Mai).

Die 1. Fußballmannschaft des ASV 1953. Stehend von links: Grötz, Eckenrieder, Zinn, Klein und Mußgnug. Kniend von links nach rechts: Fischer, Westermann, Joachim und Rud. Liegend: Steuer und Müller (Quelle: „100 Jahre ASV“, Seite 34).
Das neue Vereinsheim unmittelbar vor dem Richtfest (Quelle: „100 Jahre ASV“, Seite 40).