Tafel 59: Sport für Menschen mit Behinderung; soziales Engagement

Die „Spiel- und Sportvereinigung Ettlingen 1847 e.V.“ engagiert sich örtlich und regional im sozialen Bereich mit dem Schwerpunkt für Menschen mit Behinderung. Die Vereinsatzung verankert eine offensive Integration von Menschen mit Behinderung in das Vereinsgeschehen und die Zusammenarbeit mit Behindertenorganisationen.

Dieses Engagement galt in gleichem Maß für die bis zum Jahr 2010 selbständigen Vereine, dem „Arbeitersportverein Ettlingen 1905 e.V.“ sowie dem „Ettlinger Sportverein 1847 e.V.“. Die Ursprünge gehen bereits auf die 50er Jahre zurück.

Diese Arbeit im Sozialbereich, stets in Verbindung mit sportlichen Aktivitäten, soll exemplarisch in vier Bereichen dokumentiert werden:

  • Arbeit mit behinderten Kindern der Wilhelmshöhe, unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg;
  • Benefiz-Fußballspiele des „Arbeitersportvereins Ettlingen 1905 e.V.“ zu Gunsten der „Aktion Sorgenkind“;
  • Sportliche Kooperation zwischen dem „Ettlinger Sportverein 1847 e.V.“ und den Hagsfelder Werkstätten;
  • Koronarsport in der „Spiel- und Sportvereinigung Ettlingen 1847 e.V.“.
Das Gebäude der Wilhelmshöhe in den 50er Jahren, gelegen zwischen dem Ettlinger Stadtkern und den Höhenstadtteilen (Quelle: unbekannt).

Behinderte Kinder in der Wilhelmshöhe

Das Gebäude der Wilhelmshöhe, heute eine kulturelle Begegnungsstätte, diente nach dem 2. Weltkrieg als Heim für behinderte Kinder.

Bereits in den 50er Jahren war es Anliegen des damaligen „Turnvereins Ettlingen 1847 e.V.“, diese Kinder sportlich zu begleiten, auch mit dem Versuch, zur Genesung beizutragen.

Benefizspiele für „Aktion Sorgenkind“

Der „Arbeitersportverein Ettlingen 1905 e.V.“ engagierte sich engagierte sich in den 80er und 90er Jahren in der Form von Stadionfesten und Benefizspielen in Zusammenarbeit mit

dem Zweiten Deutschen Fernsehen zu Gunsten der „Aktion Sorgenkind“.

Prominenz beim Benefizspiel ASV Ettlingen gegen eine Auswahlmannschaft des ZDF zu Gunsten der „Aktion Sorgenkind“. Lothar Emmerich, Vizeweltmeister des Jahres 1966 wird 1984 im Albgaustadion von Josef Selinger begrüßt (Quelle: „100 Jahre ASV“, Seite 53).

Zusammenarbeit mit den Hagsfelder Werkstätten

Die Hagsfelder Werkstätten sind im Raum Karlsruhe, auch mit Standort in Ettlingen, eine Heim- und Arbeitsstätten für Menschen mit Behinderung.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten, zunächst der „Ettlinger Sportverein 1847 e.V.“, der Arbeiter-sportverein Ettlingen 1905 e.V.“ und nach 2010 die „Spiel- und Sportvereinigung Ettlingen 1847 e.V.“ engagiert sich der Verein in der Zusammenarbeit mit den Hagsfelder Werkstätten in gemeinschaftlichen sportlichen Veranstaltungen in verschiedenen Abteilungen und Sportarten.

Koronarsport

Seit etwa 10 Jahren bietet die „Spiel- und Sportvereinigung Ettlingen 1847 e.V.“ (davor der „Ettlinger Sportverein 1847 e.V.“) Koronarsport an.
Es handelt sich um Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Herzkrankheiten. Unter der Leitung von geschulten Übungsleitern und unter Aufsicht eines spezialisierten Arztes finden gezielte Übungsprogramme, begleitet von Belas-tungsintensitäten, statt.
Die Abteilung „Koronarsport“ umfasst derzeit in der „Spiel- und Sportvereinigung Ettlingen 1847 e.V.“ 82 Personen.