Tafel 30: Abteilung „Leichtathletik“ (Anfänge bis 1960)

Die Ursprünge der Abteilung „Leichtathletik“ gehen auf die Zeit zwischen 1910 und 1920 zurück. Die Abteilung gründete sich im damali-gen „Turnverein Ettlingen 1847 e.V.“.

Auch der „Arbeitersportverein Ettlingen 1905 e.V.“ verfügte über mehrere Jahre über eine eigene Abteilung „Leichtathletik“.

Die Abteilung „Leichtathletik“ verfügt heute über einen Mitgliederbestand von 262 Personen. Durch herausragende Leistungen in einzelnen Disziplinen und durch gute Jugendarbeit hat sich die Abteilung „Leichtathletik“ in der „Spiel- und Sportvereinigung Ettlingen 1847 e.V.“ über die Grenzen von Baden – Württemberg hinaus einen Namen erarbeitet.

Archivunterlagen über Aktivitäten in der Leichtathletik vor und unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg gibt es nur wenige.

Ernst Boedner, zweiter von rechts, nach dem Sieg beim Harzer Brockenlauf 1936 (links daneben: Rudolf Harbig). Quelle: unbekannt).

1936 wurde Ernst Boedner in der ewigen Weltrangliste des Marathonlaufs auf Platz 18 geführt (2:41:03 Stunden). Im gleichen Jahr gewann er, als Mitglied des „Berliner Sport-Club Komet Berlin“ den damals legendären „Harzer Brockenlauf“.

Nach dem 2. Weltkrieg hat Ernst Boedner die Leichtathletik – Geschehnisse in Ettlingen als Langstreckenläufer und Trainer geprägt (siehe auch Portrait zu Ernst Boedner).

In den 50er und 60er Jahren konzentrierte sich das Sportgeschehen in der Abteilung „Leicht-athletik“ wesentlich auf die Laufdisziplinen der Mittel- und Langstrecken.

Die Staffel des „Turnvereins Ettlingen 1847 e.V.“ beim traditionellen Stadt – Staffellauf 1959 (Quelle: Badische Neueste Nachrichten).
Am 100-km-Lauf, gestartet in Biel (Baden) nahmen 1979 fünf Leichtathleten aus Ettlingen teil. Von links: Franz Kaufmann, Mila Ugarcovic, Gerhard Kaufmann, Rolf Strauss und Albert-Georges Olbrechts (Quelle: privat).

Das 1961 mit der Tribüne ausgestattete Alb-gaustadion im „Ettlinger Baggerloch“ erhielt 1977 die für eine wettbewerbsfähige Leichtathletik notwendige Kunststoffbahn. Diese ermöglichte es der Abteilung, das sportliche Spektrum auf eine erweiterte Basis zu stellen.

Die Nord-West-Kurve des Albgaustadions (Quelle: Stadien in Baden-Württemberg).

Eine Kunststoffbahn als große Investition der Stadt ist auch ein Ergebnis unermüdlicher Bemühungen durch die Vereinsmitglieder Josef Kast und Peter Siegwarth, die neben Manfred Reuter auch Abteilungsleiter waren.